Spreebrücke / Badeschiff - 2002/2004
Mit AMP Architekten mit Gil Wilk, Teneriffa
Beitrag zur Ausstellung con_con
Realisierung 2004 an der Arena in Berlin-Treptow

Das realisierte
Projekt.

Entwurfsmodell: Das mobile Spreebad Spreebrücke mit den Komponenten Badeschiff, Strand,
Brücke, Container.
Die Spreebrücke
(Badeschiff) ist ein Frischwasser-Schwimmbad in der Berliner Spree mit
zugehöriger Steganlage.
Das Projekt besteht aus drei Komponenten: einem Badeschiff, zwei Holzplattformen,
die sich in den Proportionen auf das Badeschiff beziehen und einem Brückensteg
als Verbindungselement.
Das Badeschiff ist ein Schubleichter (Mittelteil eines auf der Spree üblichen
Schubschiffs), der zu einem Schwimmbad umfunktioniert wurde. Innerhalb
der Spree entsteht so eine saubere Wasserfläche, die das Schwimmen
im Fluss erlebbar macht.
Die Spreebrücke hat eine Bewusstwerdung des Flusses und seiner Qualitäten
innerhalb Berlins zum Ziel.
Es eröffnet die Perspektive des Badens in der Spree und knüpft
damit an eine lange vergangene Berliner Badekultur an. So gab es um die
Jahrhundertwende fünfzehn private Spreebäder in Berlin, davon
allein vier in dem Abschnitt zwischen Jannowitzbrücke und Elsenbrücke.
Diese Bäder bestanden entweder aus einer Abtrennung eines Wasserbereichs
innerhalb der Spree oder wiesen mit Frischwasser gefüllte Bassins
auf, so genannte "Badeschiffe".
Die Spreebrücke wurde als interdisziplinäres Projekt im Rahmen
der Ausstellung con_con realisiert (www.stadtkunstprojekte.de). Eine wesentliche
Idee ist die potentielle Mobilität des Badeschiffs und - in der ursprünglichen Fassung
- auch des Strandbereichs. Für den Standort an der arena wurde der
Strand / die Plattform den Gegebenheiten angepasst.
Technische Daten des
Badeschiffs:
Länge: 32,50 m
Breite: 8,20 m
Wassermenge: 395 cbm
Wasseroberfläche: 240 qm
Wassertemperatur: 24 Grad Celsius
Gesamtfläche Holzplateaus 520 qm

Badeschiff, im Hintergrund die "Hoppetosse".

Auch nachts...

