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Im Luftbildarchiv von Berlin fand man bei Recherchen das hier ausschnitthaft
vergrößerte Foto. Es wurde 1944 während eines Aufklärungsfluges
der Alliierten vom heutigen Ort des Bundesarchivs gemacht und dokumentiert
u.a. die damaligen Beschädigungen des Areals. Dieses Foto ist deshalb
von Interesse, da es das Thema Archiv in seinem wohl gegensätzlichsten
Zusammenhang adressiert. Hier geht es nicht um dauerhaftes Erhalten, Bewahren
und Erfassen, sondern um ein Ereignis, das innerhalb von Sekunden Dinge
verändert und zerstört hat. Dieser impulsive Moment lotet als
Gegenpart zum Archivgedanken das Spielfeld neu aus und ist der Ansatz,
mit dem wir uns der Wettbewerbsaufgabe genähert haben.
Das Thema des Einschlags wird hier nicht nachahmend interpretiert, vielmehr
dienen die Bombenkrater als Vorlage für eine eigene Formentwicklung,
die so weit stilisiert wird, dass sie zwischen Modelllandschaft,
Gebirge, abstrakter Plastik, Becken, Trichter usw. oszillieren kann.
Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass wir den Krater nicht vor dem Hintergrund
negativer Zerstörungskraft begreifen, sondern vielmehr als ein Zeichen
des Neuanfangs, als zündende Idee, die einschlug
wie ein Bombe, die sich von alten Vorstellungen befreit hat und
nun Neues zulassen kann.
Weitergeführt wird die Idee des Neuanfangs durch eine
reduzierte Innenhofbepflanzung, die vor allem durch die Pionier- und Siedlerpflanze,
die Birke, geprägt sein wird. Zudem wird ein einfacher Rasen im Grünflächenbereich
Verwendung finden.
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