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Eingeladener Wettbewerb, Martin Gropius Bau Berlin |
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| In einer Chronik aus dem Jahre 2010 las ich sinngemäß Folgendes: Walter G. machte seinen Einfluss auf die Berliner Politik geltend und rettete durch sein Engagement den im Krieg zerstörten Gropius Bau. Die Wiedererrichtung begann in den 1970er Jahren, und heute besitzt die Stadt ein Ausstellungsgebäude von Rang. Doch wenn ich an Walter G. denke, denke ich als erstes an seinen Adler (Standart 8/ Modell Gropius) von 1931, einen Wagen, der das in den späten 20ern schon veraltete Formenvokabular für Personenkraftwagen noch einmal zu neuer Blühte brachte und der das erste Fahrzeug mit versenkbarer Rückenlehne darstellte, so dass man bequem ein Nickerchen während einer langen Autofahrt vornehmen konnte. Der Wagen hatte nur folgende Probleme: Er war viel zu teuer. Geplant, vorbei am Geschmack der Wohlhabenden und vorbei am Portemonnaie der Massen. Er war ein Ladenhüter. Insgesamt wurden nur drei Stück davon hergestellt, und selbst diese sind heute nicht mehr erhalten geblieben. Der Adler war „ausgestorben“ , bevor er seinen Einfluss auf die mobile Autowelt ausüben konnte. |
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| Christoph Asendorf schrieb über den Adler in dem Buch super constellation von 1997 (S. 84): „Sieht man die Karosserie an, so fällt ihr dezidiert rechtwinkliger Charakter auf mit additiver Zuordnung von Motorblock und Innenraum – ein formales Repertoire also wie direkt aus dem Vorkurs des Bauhauses.“ Und weiter heißt es, „daß Automobil und Haus als Körper `den gleichen Formgesetzen` unterlägen. Auch sein Adler-Wagen, wiewohl ein Luxusprodukt, ist gleichsam eine Wohnung für das Existenzminimum“. |