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Der Wandel vom Abbild des Auges bis zu den
Dots im Innenhof des FMP
wird mit Hilfe einer Animation auf kleinen LCD-Monitore visualisiert.
Ausgangspunkt für die Arbeit DOTS oder
Das Auge des Beobachters ist die visuelle Darstellung eines menschlichen
Auges, die ich in einem Buch ueber Mikroskope gefunden habe. Man weiss
nicht, zu wem dieses Auge gehoert, aber die Darstellung erweckt durch
ihren runden Beschnitt die Vorstellung, dass das Auge durch eine Linse
blickt oder dass man es selbst durch ein Objektiv betrachtet. So wird
das Sehen, das Sehorgan selbst zum Gegenstand der Untersuchung. Mich interessiert
die Idee, das mikroskopische Prinzip umzudrehen und mit meinen Augen die
bildliche Darstellung des Auges genauer zu untersuchen. Ich entnahm also
dieser gedruckten Augen-Abbildung einen kleinen Ausschnitt und vergroesserte
ihn so lange, bis er seine Gegenstaendlichkeit verlor und keinerlei sichtbaren
Verweis mehr auf seinen Ursprung zuliess. Was uebrig blieb, waren die
bildgebenden Strukturen der gedruckten Vorlage, die ohne inhaltliche Bezuege
fuer sich stehen konnten. Die gelben, roten und blauen Punkte des Ausschnitts
ergeben sich aus der Skalierung der Druckvorlage. Sie sind in einer Rasterstruktur
angeordnet, die je nach ihrer Farbe anders ausgerichtet ist. Die Punkte
sind unterschiedlich gross und bilden das "Gerüst" des
Bildes. Durch Ueberlagerungen ergeben sich weitere Farben, wie z.B.orange,
gruen, violett usw.
Die Leuchtmittel der DOTS werden bei einsetzender
Dunkelheit über einen Dämmerungsschalter aktiviert. Sie übernehmen
einen Teil der notwendigen Beleuchtung des Innenhofs und bilden einen
starken Bezugspunkt zu diesem Bereich der Anlage ,insbesondere während
der Abendstunden.
Die farbigen Punkte, die durch die ausschnitthafte
Skalierung des Auges entstehen, werden als Vorlage für die Herstellung
von ca. 45 cm hohen Objekten (DOTS) genutzt, die, entsprechend angeordnet,
ein Feld mit einem Radius von ca. sieben Meter entstehen lassen. Die DOTS
sind Hohlformen, deren Koerper - entsprechend der Ausschnittsvorlage -
aus farbig lackiertem Edelstahl gefertigt werden. Die Deckel bestehen
aus VSG-Glas und sind von innen mit farbiger, transluzenter X-Film-Folie
beklebt. Im Inneren der Objekte werden Leuchtstoffroehren installiert.
In der Eingangshalle und auf den beiden darüber liegenden Stockwerken
wird jeweils ein kleiner LCD-Monitor an der Fensterfront (oder an einer
der beiden Seitenwaende) angebracht, auf dem eine Computeranimation zu
sehen ist, die den Prozess der Ausschnittsvergroesserung vom Auge zu seiner
punkthaften Aufloesung darstellen wird. Diese nur einige wenige Sekunden
dauernde Animation wird sich als Endlosschleife wiederholen und dem Betrachter
die Verbindung zwischen den DOTS-Objekten und der Bildvorlage vermitteln.

"One of the most remarkably complex enterprises concerning human
struggle to represent the natural world has been the problem of making
the invisible visible. Over the past three centuries great emphasis has
been given to the advancement of optics and image reproduction technologies
which strive to disclose natural phenomenon such as the passage of time,
the body šs interior, the realm of space, and perhaps most prevalently,
the microscope" (Mark Dion, Roundup: An Entomological Endeavor for
the Smart, Museum of Art, Chicago)
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