GP1
Monitoring ,Dokumentarfilm-und Videofest Kassel, 1999 Dia/Slide/Transparency, Kunstamt Kreuzberg, Berlin, 2000
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GP 1 besteht aus einem Inkjet-Großdia (50 x 60 cm), einem Alu-Gestell mit Schrittmotoren und einer Projektionsvorrichtung mit 50 mm Objektiv. Mittels eines Antriebsmechanismus bewegt sich die Diaebene vor dem Objektiv und projiziert so einen kreisrunden Ausschnitt aus dem Dia auf die frei im Raum stehende Projektionsfläche. Die Verschiebung des Ausschnitts verläuft in einer langsamen Bewegung. Der Bewegungsverlauf wird über ein Computerprogramm gesteuert.

GP 1 geht der Frage nach, wo ein Bild anfängt, an welchen Punkten Erkennen und Gegenwart sich einstellen und welches Spannungsverhältnis in der Wahrnehmung des Betrachters entsteht, wenn ein Dia (konturscharfes Bild) und Ausschnitt (Punktraster-Projektion) so unterschiedlich erscheinen. Weiter fragt GP 1, ob eine Bewegung eines momenthaften Bildes, filmischen und erzählerischen Charakter annehmen kann und führt dabei in erster Linie eine Vertauschung des Blicks vor; sie überläßt das Schauen einer Maschine.