Lichthelfer
1. Preis des Wettbewerbs: Kunst im Gleimtunnel, Berlin, 2001 (Realisierung 2002-04)
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Lichthelfer visualisiert Durchgangsrichtungen und -geschwindigkeiten innerhalb des Tunnels. Diese werden tagsüber, vor allem aber nachts, innerhalb und außerhalb zu sehen sein. So wird es schnellere (Jogger) und langsamere (ältere Menschen) Lichtbewegungen geben.

Die Arbeit Lichthelfer kann als Spiel mit Licht empfunden werden, das man durch sein Bewegungsverhalten beeinflussen kann. Darüber hinaus erhellt die Arbeit den Passanten den Weg und hilft so bei der Durchquerung des Tunnels. Sie tritt Ängsten entgegen, die ein zu dunkler Ort wie dieser hervorrufen kann.

In Erinnerung an die jüngste Geschichte des Ortes kann Lichthelfer aber auch das Motiv der Überwachung durch "Flutlichtlampen" evozieren, die an Grenzanlagen oder Haftanstalten zum Einsatz gekommen sind und gerade auch an diesem Ort der Grenzziehung eine Rolle gespielt haben. Die hilfreiche "Begleitung" durch den Tunnel kann somit auch als "Verfolgung" interpretiert werden: Der Passant wird durch Licht exponiert und somit für andere sichtbar.

Fotos: Thomas Bruns