|

|
|
Die Arbeit Rauma basiert auf einem Zeitungsfoto.
Das gerasterte Bild wird so weit vergrößert und gedruckt, daß
ein ganzer Raum bzw. der Treppenaufgangsbereich im Erdgeschoß des
Tagesspiegels damit überzogen und tapeziert werden kann.
Die eigentlich recht drastische Darstellung
und Inhaltlichkeit des Fotos wird zugunsten einer ornamental wirkenden
Anordnung der Pixelquadrate aufgegeben. Die stark hervortretenden, fast
schon abstrakt wirkenden schwarzweißen Formgebilde lösen den
Inhalt auf.
Zwar bleiben diese in ihrer Kohärenz erhalten, doch das direkte Erkennen
und Zusammenziehen des Quadratrasters wird, wenn man sich durch den Treppenaufgang
bewegt, blockiert. Ein Abstandnehmen wird nicht möglich sein.Nur
mit viel Mühe und Aufmerksamkeit wird man einzelne Menschen erkennen,
vielleicht sogar eine räumliche Tiefe erahnen, die im nächsten
Moment schon wieder zu einer Fläche aus schwarzen und weißen
Quadraten verschmilzt. Übrig bleibt eine vielfältig interpretierbare
"Bildfläche" die den interessierten Betrachter weniger
informiert als vielmehr visuell perturbiert und ihn mit einer räumlichen
Bildlichkeit konfrontiert, die sich durch ihre Übergröße
der Handhabarkeit von medial vermittelten Inhalten verweigert.
|