Rauma
Dauerinstalltion, Treppenhaus der Zeitung "Der Tagesspiegel", 1998
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Die Arbeit Rauma basiert auf einem Zeitungsfoto. Das gerasterte Bild wird so weit vergrößert und gedruckt, daß ein ganzer Raum bzw. der Treppenaufgangsbereich im Erdgeschoß des Tagesspiegels damit überzogen und tapeziert werden kann.

Die eigentlich recht drastische Darstellung und Inhaltlichkeit des Fotos wird zugunsten einer ornamental wirkenden Anordnung der Pixelquadrate aufgegeben. Die stark hervortretenden, fast schon abstrakt wirkenden schwarzweißen Formgebilde lösen den Inhalt auf.
Zwar bleiben diese in ihrer Kohärenz erhalten, doch das direkte Erkennen und Zusammenziehen des Quadratrasters wird, wenn man sich durch den Treppenaufgang bewegt, blockiert. Ein Abstandnehmen wird nicht möglich sein.Nur mit viel Mühe und Aufmerksamkeit wird man einzelne Menschen erkennen, vielleicht sogar eine räumliche Tiefe erahnen, die im nächsten Moment schon wieder zu einer Fläche aus schwarzen und weißen Quadraten verschmilzt. Übrig bleibt eine vielfältig interpretierbare "Bildfläche" die den interessierten Betrachter weniger informiert als vielmehr visuell perturbiert und ihn mit einer räumlichen Bildlichkeit konfrontiert, die sich durch ihre Übergröße der Handhabarkeit von medial vermittelten Inhalten verweigert.