Vier Vitrinen vor dem Haus des Lehrers
Ein Projekt mit Ingeborg Lockemann, 1997
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Die symmetrische Anordnung der Vitrinen zum Wandfries "Unser Leben" von Walter Womacka eignet sich gut, um eine visuelle Beziehung zwischen beiden Bereichen herzustellen. Die Anzahl der Vitrinen entspricht den von Womacka verwendeten Hauptfarben rot, blau, gelb und weiß. Wir wollten die im Mosaik verwendeten Farben von ihrem ideologischen Inhalt "abziehen" und sie zur Gestaltung der Vitrinen benutzen. Wir verwendeten dafür die von uns im HdL gefundenen Reststeine, aus denen der Fries hergestellt wurde, sortierten sie nach farblichen Gesichtspunkten und schütteten sie in kleinen Haufen in die Vitrinen. Nachts wurden sie in den Kästen durch Neonlicht beleuchtet, und gleichzeitig strahlten die auf den Kästen montierten Scheinwerfer den Fries an, wie es auch anfänglich zu DDR-Zeiten üblich war. Wir wollten einen neuen Blick auf den Fries evozieren, wobei es je nach individueller Situation des Betrachters verschiedene Assoziationen geben konnte. Ziel war es, die alten Symbole des Sozialismus nicht einfach zu vergessen, sondern sie zum Anlass zu nehmen, eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der jüngsten Geschichte zu führen. Die Arbeit war vom 7.2.1997 - 7.3.1997 in den Vitrinen zu sehen.